Das Hause vom grünen Stein gesalbt durch den allmächtigen Bärengeist

Teil 1

Vor langer Zeit, lebte eine arme Witwe mit ihrem Söhnen Frédéric und in einer kleinen armseligen Hütte aus grünem Stein am Rande eines Waldes.
Oft lief er alleine im Wald umher und sammelte Pilze und rote Beeren.
Die Tiere des Waldes kamen vertraulich zu ihm her. Manchmal lief er so weit in den Wald hinein, dass es Abend wurde. Dann legte er sich auf das Moos und schlief ein.
Die Mutter wusste das und machte sich keine Sorgen.
Im Sommer half Frédéric bei der Hausarbeit. Im Winter zündet er das Feuer an und stellte den Wasserkessel auf den Herd.
Eines Abends klopfte jemand an die Tür. Frédéric dachte, es wäre ein Wandersmann und machte die Tür auf. Ein großer Bär steckte seinen dicken, schwarzen Kopf zur Tür herein. Die Mutter schrie laut auf. Ihr Sohn versteckte sich hinter dem Bett. Der Bär fing an zu sprechen und sagt: “Fürchtet euch nicht. Ich will mich nur ein wenig bei euch wärmen.”
Dann rief sie: “Frédéric, komm her, der Bär tut dir nichts.” Da kam ihr Sohn heran. Er holte den Besen und kehrte dem Bären den Schnee aus dem Fell.
Als der Frühling kam, sagte der Bär zu Frédéric: “Nun kann ich abends nicht mehr kommen. Ich muss im Sommer meine Schätze im Wald bewachen.”
Frédéric war ganz traurig über den Abschied. Der Bär zwängte sich durch die Tür.
Nach einigen Tagen schickte die Mutter ihren Sohn in den Wald um Feuerholz zu sammeln.

Teil 2

Frédéric sammelte das Feuerholz, als ihn eine böse Vorahnung fühlte (I feel evil very close).
In seinen Gedanken fühlte er, dass seine Mutter in Gefahr war und er rann zurück zu ihren armseligen Hof.
Als er den Waldrand erreichte schlich er zu den letzten Bäumen um die Hof aus der Nähe zu betrachten.
Vor dem Haus standen seine Mutter und der Bär, es schien als würden sich sie gut unterhalten. Er konnte sehen, dass seine Mutter lachte, auch der Bär schien guter Laune zu sein.
Er wollte sich entspannen, aber den drohende Gefühl der Gefahr blieb immer noch präsent und sorge dafür, dass er in seinen Versteck blieb und nicht zu seiner Mutter und den lieb gewonnen Bären lief, wie er sonst in solchen Fällen tat.
Irgendwas erregte seine Aufmerksamkeit, er meinte, dass sich ein Baum auf der anderen Seite des Hofes bewegen würde, aber das konnte doch nicht sein.
Aus dem halbdunkeln des Waldes schälten sich dunkle Schatten die auf den Hof zugingen.
Frédéric war ganz starr vor Schreck, als er erkannt, dass es sich um Kobolde handelte. Ein Schrie entfuhr seinem Mund und weckte die Aufmerksamkeit des Bären und seiner Mutter auf die Kobolde. Der Bär schien auf einmal größer und größer zu werden. Die Hände und Augen seiner Mutter begannen grün zu leuchten. Sie erhob die Hände und grüne Blitze schlugen rund um die Angreifer ein und dort, wo ein Blitz den Boden traf wuchs eine starke Pflanzenranke und wickelte sich um einen Angreifer, die Dornen der Triebe bohrten sich in das Fleisch der dunkeln Kreaturen.
Der Bär stürzte sich auf die Angreifer, welche den Pflanzentrieben entkommen waren. Er schien auf einmal doppelt zu groß zu sein, wie vorher. Seine Tatzen zerfetzten die Kobolde, als ob sich um Papierfiguren handeln würde.
Frédéric jedoch sah nicht mehr in die Richtung der Kobolde, sondern ein böser Wille lenkte die Aufmerksamkeit in die Richtung des Baumes, dort stand kein Baum mehr sondern ein Riese, der seinen Bogen spannte, dessen Pfeile waren so große, wie Baumstämme und er zielte auf seine Mutter. Die Augen Frédéric weiteten sich vor Schreck, als der Baumstamm (Pfeil) seine Mutter durchbohrte. Sie brach zusammen und aus dem Pfeil wurde ein Baum, der seine Mutter hochhob und auf grausame Weise wurde seine Mutter von dem Baum zerrissen.
Die Wut und Trauer von Frédéric konnte nicht in Worte gefasst wurden.
Er nahm dem größten Ast aus dem Stapel der Äste, die er als Feuerholz gesammelt hatte und stürmte auf den Riesen zu.
Der Riese zielte gerade von hinten auf den Bären, der von den Kobolden umringt war. Frédéric stürmte auf den Riesen zu und schrie ihm seine Verzweiflung und Trauer entgegen. Der Riese lächelte als der den Jungen aus sich zu kommen sah und hob die Hand und grüne Blitze zuckten aus sein Fingerspitzen und auch dort, wo diese Blitze den Boden trafen wuchsen grausame dornen bewehrte trieb aus dem Boden. Der Riese lächelte grausam und drehte sich wieder den Bären zu.
Frédéric schlug mit dem Ast und all seiner Trauer auf die erste Ranke ein und wie durch Zauberhand durchtrennt der Ast diese unnatürlich Spross der Finsternis. Es schien als würde alle Ranken vor Angst erzittern. Frédéric sah, dass er keinen Ast mehr in den Händen hielt sondern ein Schwert.
Die Welle der Angst, die die bösen Ranken aussanden fühlte auch der Riese und sein Pfeil verfehlte den Bären, ob wohl diese von den Kobolden in eine aussichtslose Lage gedrängt wurde.
Frédéric drehte sich im Kreis und alle Triebe wurden niedergemäht, wie das Gras mit einer guten Sense im Spätsommer. Die Augen des Riesen fixierten Frédéric mit einer Mischung aus Überraschung und Grausamkeit, als dieser mit den Bogen auf Frédéric zielt. Mit einem überheblichen Lächeln auf den Lippen ließ der Riese den Pfeil in Richtung Frédéric los. Frédéric stürmte auf den Riesen zu, hob sein Schwert zum Schutz gegen den Pfeil und der Pfeil zersprang in tausend Teile, als das Schwert und der Pfeil sich trafen.
Der Riese trat erstaunt einen Schritt zurück, aber Frédéric war bereits heran und trieb den Riesen sein Schwert in die Brust und durch sein schwarzes Herz.
Frédéric fällte den Riesen und die restlichen Kobolde bekamen es mit der Angst zu tun, dass sie sofort die Beine in die Hände nahmen und nie mehr gesehen wurden.
Frédéric kniete sich neben den Kopf seiner Mutter, denn es war noch der Teil seiner Mutter, den man noch deiner Mutter zuordnen konnte. In seiner Trauer hörte er den Bären neben sich treten, dieser sprach zu ihm: „Mein Sohn du hast heute gezeigt, dass du der Aufgabe deiner Mutter würdig bist. Wir werden ihr ein würdiges Grab finden.“ Sie begruben die Überrest der Mutter und legten in ihr Grab eine Eichel, damit daraus ein großer starker Baum werden kann.
Als sie mit der Zeremonie fertig waren, brach der Bär zusammen. Frédéric fand einen Splitter eines Pfeiles in seiner Seite. Dieses hasserfüllte Stück Holz wanderte immer tiefer in den Bären hinein. Der Bär sagte zu Frédéric: „Lass mich Ausruhen, damit ich mich heilen kann. Es ist ab sofort deine Aufgabe den Wald und alle die in ihm leben zu schützen.“ Der Bär und Frédéric gingen gemeinsam zu einer Quelle dort salbte der Bär Frédéric zum Hüter des Wald: „Sollst du und alle deine Nachkommen diesen Wald beschützen. Dafür erhältst du meinen Segen.“ Dann legte sich der Bär schlafen und verwandelte sich in einen Stein. Frédéric formte mit der Kraft seines Willens und mit Hilfe seiner neuen Kraft, zwei Steine zu Bären und befahl ihnen den Bären und ihn und seine Familie zu schützen.
Frédéric baute sich eine kleine bescheidene Hütte in der Nähe der Quelle. Im Traum erschien ihm immer wieder der Bärengeist und unterrichte ihn allen Dingen, der wissen musste um den Wald zu beschützen und um seine Bewohner zu verstehen und zu achten.
H1. Die Ankunft der Menschen

Im Laufe der Jahre kamen immer mehr Menschen in die Nähe des Waldes und Frédéric freundete sich mit ihnen an. Er nahm eine von ihnen zur Frau. Frédéric sah die Neuankömmlinge auch als Bewohner des Waldes an und beschützte auch sie.
So lebten seine Familie und alle anderen Bewohner des Waldes glücklich und zufrieden unter dem Schutz von Frédéric.
Mit der Zeit wurden die Nachfahren von Frédéric zu berühmten Häuptlingen dieser Sippe, die mit Weisheit und Güte die Geschicke der Bewohner des Waldes lenkten und schützten.

H1. Teil 3: Der Wandel

So gingen die Jahre ins Land und die Belange der Sippe und der Menschen wurde immer wichtiger und strebten die Nachfahren immer mehr nach persönlicher Macht und vergaßen ihre eigentliche Aufgabe.
Vor 100 Jahren wurde Johann vom grünen Stein zum Herzog ernannt, weil er geholfen hatte die Revolution niederzuschlagen, die der ehemalige Herzog angeführt hatte, niederzuschlagen.
Seit dieser Zeit leben die derer vom grünen Stein weitab vom Wald in einem Schloss und besuchen ihren Schutzbefohlenen Wald nur noch zum Vergnügen der Jagd.

Das Hause vom grünen Stein gesalbt durch den allmächtigen Bärengeist

Monster, Gold and Heros Plastictotoro